No matter which way you go

Wenn ich nur mutig genug wäre,
könnte ich ein ganz anderes Leben haben.

Ich bin nicht zu Tybalt gefahren, erzähle ihm etwas über eine Magendarmgrippe, was nicht stimmt, und frage mich, ob das nicht viel gemeiner ist, als ihm zu sagen, warum ich ihn nicht sehen will.
Oberflächlich gedacht sind nur Konventionen mein Problem. Ich könnte Tybalt sonst allen vorstellen und müsste Bernhard gegenüber nichtmehr ausschließlich die gefühlskalte Tussi sein, die sich gerne verprügeln lässt. Hab zuviel tiefsinniges über serielle Monogamie und Neokolonialismus gelesen und zu tief geschlafen, um im Stande zu sein, etwas zu ändern. Überhaupt fühle ich mich so unbeschützt und entfremdet.
Aber bis dahin Ulla Hahn Gedichte lesen, Ekelwettbewerbe mit Luki machen und Does it offend you, yeah? hören ist schließlich erstmal auch auszuhalten.

2.10.11 15:14
 


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DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.