No matter which way you go

Es ist weg. Es ist einfach komplett verschwunden.

Ich hab mit Tobi gecamt und angerufen auch (die Nummer wusste ich noch. Leider.) und die Faszination ist vorbei. Einfach weg. Ich fand ihn nicht unterhaltsam, ich musste nicht über ihn lachen, es war kein seltsames Verliebtheitsgefühl da, ich hab mich auch nicht in irgendwelche alten Zeiten zurückversetzt gefühlt.
Ich habe nach 10 Minuten nur noch traurig gelächelt, weil ich zum ersten Mal verstanden hab, dass zwischen seinen wirren betrunkenen Sprachfetzen keine Gedanken waren, die er nur nicht aussprechen wollte, sondern dass genau das alles war. Dass sein Zynismus nur ein mittelmäßiger ist und sich dahinter auch keine durchdachte Gesellschaftskritik verbirgt. Ich hab ihn bemitleidet, wie er da so saß, einen halbsteifen Schwanz zwischen den Beinen, und in Pidginenglisch über seine Mutter schimpfte, die verdammte Hure und so, und nicht wusste, wo ihm der Kopf steht und sich so verdammt offensichtlich nach einem Zuhause gesehnt hat.
Ich habe 3 Jahre lang versucht, ihm eines zu geben. Nie mehr.
Schade, dass er der Einzige ist, der sich retten kann. Denn das wird er nicht.

11.10.11 00:21
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen





Gratis bloggen bei
myblog.de


DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.