No matter which way you go
“sorry, ich hab mich ficken lassen“ antworte ich Simon fünf Stunden zu spät auf meine SMS und finde mich schlagfertig bis witzig. Meine Ohren tun weh, vielleicht weiles so kalt draußen ist, vielleicht weil er zu oft daneben geschlagen hat. Ich bin seltsam traurig, vielleicht weil mir der Alkohol nicht gut getan hat, vielleicht weil der Abschied zu kühl war. Ivh ha mich anpissen lassen. Albträume von meinem Vater gehabt (Fr. knoedgen sagt dass Freud sagt, Unbewusstes spiegle sich in Träumen und wiederholenden Handlungen). Und das Gefühl, zu spät dran zu sein für alles. Vielleicht gehts mit besser, wenn ich endlichwieder auf ner Demo war. Ich gab vergessen, ob ich Tybalt liebe. Oder dass.
21.10.11 23:50
 


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DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.