No matter which way you go

Früher oder später wird es vorbei sein. Das ist scheiße - ?

Und war doch nur eine Frage der Zeit - das Alter, die Lebenswirklichkeiten? Kein Wunder also. Ist schon ulkig, "kein Wunder" zu sagen, auch, wenn Wunder Ansichtssache sind, wer würde behaupten, es gäbe übermäßig viele, die man wahrnimmt? Kein Wunder weit und breit ist somit eigentlich der Normalzustand.

Anfang der Woche dachte ich noch, die Entscheidung wäre die zwischen so weitermachen wie bisher - das "bisher" der letzten eineinhalb Jahre, das stabile, das nur mit Tybalt möglich war - oder zurückfallen in das Leben davor, das einzige, das ich ohne Tybalt wirklich gewöhnt war.

Jetzt denke ich mir, dass ich eine Entscheidung fällen muss zwischen dem beschissenen Depressivsein - dem, wenn man nicht in die Schule geht, weil die Kraft nur reicht, um zwischen KiKa und Frauentausch hin- und herzuzappen - und dem lebendigen. Das, bei dem man sich ständig betrinkt und die härteste Musik hört, die man finden kann, rumfickt und nur mal kurz zwei Minuten lang auf einem abgesifften, fremden Klo heult. Das bulimische Depressivsein. Seltsam, dass ich das irgendwann mal nicht geil fand, diesen übermäßigen Lebenskonsum, das Auskotzen der ganzen Alltagsscheiße.

 Momentan jedenfalls hänge ich in der Mitte - ich trinke genug und vorallem regelmäßig genug, um meine Leber zu verstimmen, aber zu wenig, um mich an allem stützen zu müssen, was mir an den Weg kommt, der einzige, der mich die letzten 2 Wochen gefickt hat, war mein Dildo und von Callejon gibt es einfach zu wenige Lieder.

Ich habe ihn wirklich mal geliebt.
Und ich bin definitiv zu nah am Wasser gebaut, bah.

 

5.11.11 17:54
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Anna / Website (5.11.11 19:56)
Hi

Schönes Gedicht.......irgendwie traurig :-)
LG Anna

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DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.