No matter which way you go
Irgendwie ins Leben gerast, dagegengecrasht.
Ich geh nach Israel. Kfar Tikva. Behindertenkibbuz. Unverständlich schön und ganz grausam, dass ich nicht nach Lateinamerika darf.
Ich hab meine Schutzhüllen fallen lassen, aufgehört, mein Leben koscher zu sortieren und alles nur voneinander getrennt zu essen. Schon seltsam, wie treffend Dr. Teicherts Aussage war, dass manche Menschen sich umbringen, weil sie Angst vorm Tod haben. Also dann, Kindchen, hör mal auf, alle auf Abstand zu halten, aus Angst, alleine zu sein. Ich hab Bernhard nach Hause und zu Sonjas Geburtstag gebracht und zugegeben, dass mir die Leute, mit denen ich meine Zeit verbringe, mir doch irgendwie wichtig sind und nicht nur ersetzbare Zufallsbegleitung.
Tybalt hat mir eine schreckliche SMS geschrieben und ich weiß nicht, wo Zuhause ist. Auch egal?
Ich fühle mich ein bisschen verloren, und so, als könnte sich alles in jedem Moment ins Gegenteil verkehren, aber solange alles so bleibt, wie es ist, ist es gut. Sehr.
Ich bin benommen, weil alles so schnell geht. In 11 Wochen wirds das gewesen sein, 14 Jahre Schule vorbei. Dann MUNBW und dann Vorbereitungsseminare und dann 4 Wochen pilgern oder Taizé oder sonstwas, und dann weg hier, wiederkommen und wieder woanders hingehen und ohje. Gut, dass ich Herrn Bär mitnehmen kann.

2.1.12 14:19
 


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DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.