No matter which way you go

Ich habe mir Sekt eingeschenkt, aber nochnicht angerührt, Tobi angeschrieben, der mir gottseidank nicht geantwortet hat und bereite mich darauf vor, an die 30 ansonsten verhasste Neonusertexte über Liebeskummer zu lesen.
Im Hintergrund Bullet for my Valentine und die Frage, ob ich nicht doch lieber einfach nach Israel gegangen wäre oder zumindest nach Italien.

3 Monate Bolivien und dann zusammenziehen. Jaja. Toll. Ich habe mir schon vorgestellt, länger mit dir zusammen zu sein. So richtig lange. Nicht, dass ich an unsere Kinder gedacht hätte. Aber daran, mit dir nach Berlin zu ziehen vielleicht. Das bedeutet, mir mein Leben, so, wie ich es will, mit dir einzurichten. Und dabei bist du kein Hausbesetzer mit Hund und Autoritätsproblem, sondern ein unpolitischer zukünftiger Mikrosystemtechniker, der einen Flachbildfernseher besitzt. Du passt mir so garnicht in den Kram, eigentlich. 
Tobi meldet sich nachher. wenn sein Besuch weg ist. Hoffentlich bekommen wir das wieder hin, bitte, bitte lass uns das wieder hinbekommen.
Meine Trotzreaktion hat zu dem destruktivsten Mittel gegriffen, das ich mir vorstellen kann; Schlimmer als alle Drogen, Selbstverletzungren oder Verschanzungen ist Tobi. Der ist alles in einem. Und dabei noch nachhaltig zerstörerisch.

Aber ich meine, das kannst du doch echt nicht bringen.
Wie sollen wir 3 Monate aushalten?
Du hast gesagt, du hast kein Bedürfnis, jemand anderen zu ficken. Und dann war ich 5 Tage bei MUN und plötzlich war es doch da?
Du bist der erste, den ich meinen Freunden einlade. Sophia hat dich zu ihrem Geburtstag eingeladen und mein Vater angeboten, sein Fahrrad aufzupumpen, damit du es benutzen kannst.
Nicht, dass wir irgendwann vor 4 Monaten oder so mal gesagt haben, dass wir eine offene Beziehung haben. Aber ich habe dann doch nur noch dich gebracht. Und du hast das gleiche behauptet. Du bist einfach so naiv. Schon Luise ist eine manipulative Hexe. Svenja noch mehr. Glaub mir, ich kenne mich mit manipulativen Borderlinern aus, ich habe grade einen angeschrieben.
Du siehst sie also nach 2 Jahren zum ersten mal, und dann bekommt das ewig schwächliche, bemitleidenswerte Weib eine beidseitige Lungenentzündung, die die Arme sich sicher absichtlich geholt hat. Und du gehst mit ihrem Hund spazieren und besuchst sie. Nachdem ihr euch 2 Jahre nicht gesehen habt, fährst du stundenlang mit dem Fahrrad zu ihr und zurück, um ihren Drecksköter zu versorgen. Meine Fresse.
Und zwei Wochen später fickst du sie. Ihr Gejammere nervt dich, sie liegt da wie ein Brett, sagst du mir, na immerhin, aber du hast zuviel Mitleid an der falschen Stelle. Du isst Aldifleisch, aber deiner autodestruktiven FernstBekannten musst du helfen.

Ich habe Kopfschmerzen. Wegen dem verkackten Presseteamleiten bei MUN, der Wut auf den Layouter, der einfach alles, was wichtig war, rausgeschmissen hat, um sich in Szene setzen zu können und wegen dem Nachabistreß.
Dienstag Nacht warst du zu müde, um dir das anzuhören. Mittwoch nacht fit genug, um mit ihr ins Bett zu gehen.
Ich will es nicht zugeben, aber ich liebe dich so sehr, dass es richtig fette, tiefe Krater gerissen hat.

26.4.12 17:10
 


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DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.