No matter which way you go

Der erste Schneeregen dieses Winters. Ohne dich.
Das Wetter und du sind eben außergewöhnlich kalt für Ende Oktober. Haha.
Ende Oktober ist wohl einfach nicht meine Zeit des Jahres. Wahrscheinlich ist das der Herbst nie, aber. Aber aber aber aber.
Ich hatte mich darauf gefreut, an Weihnachten zwischen deiner und meiner Familie hin und herpendeln zu müssen. Mit deiner bösen Schwester an einem Tisch zu sitzen und mit meinem komischen Onkel zweiten Grades und Allianzen zu bilden. Morgens mit dir den Kopf ins Bett graben und nicht hingehen wollen und abends nachäffen und lachen und so sehr ein Zuhause haben in dir.
Ich wiederhole nichtmehr mantraartig in Heulkrämpfen, dass ich das alles nicht verstehe. Aber in meinem Kopf, da schon.
Mein Vermissen ist trockener als vor einer Woche, aber deshalb nicht besser. Vielleicht bringe ich mein FSJ zu Ende. Vielleicht gehe ich ins Ausland, im Januar, im Mai. Vielleicht studiere ich Theologie ab April. Vielleicht ziehe ich um, in Freiburg, ziehe ich zu meinen Eltern. Aber heimziehen, das geht nicht. Daheim ist bei dir.
Ob ich das Buch bekomme oder meine 40 Euro Betrügern in den Rachen gesteckt habe, weiß ich nicht. Was ich ohne "So bekommen sie ihren Ex zurück" machen soll, weiß ich nicht. Was ich ohne dich machen soll, weiß ich nicht. 

27.10.12 09:44
 


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DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.