No matter which way you go
Heute morgen, als ich Richtung Heuberg gelaufen bin, war es, als würde die Sonne für diese 20 Minuten nur dafür scheinen, um mein Gefühl von Verlorensein und Heimatlosigkeit zu durchbrechen. Es war richtig warm und hell, so warm und hell, wie es normalerweise nur im Juni wird. Das war Sommersonne, keine 2.-Weihnachtstagsonne.
Weihnachten ist unterdessen besser als gedacht. Alkohol und Dunkelheit, aber auch ein bisschen übriggebliebene Familie. Heute Nacht habe ich nicht nur von Robin Scherbatsky und einem Mann mit mit nacktem Riesenpenis geträumt sondern auch von (viel zu intimem) Analsex mit Bernhard und geheimen Wohnungen mitten in der Stadt.
Meine Zahnschmerzen sind ein bisschen besser und aus meinen Boxen dröhnt Boy mir Zuversicht in die Ohren.

Vor Guatemala habe ich immer noch vor allem Angst, aber ein bisschen Vorfreude ist tatsächlich auch dabei.
26.12.12 11:51
 


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DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.