No matter which way you go

Ich habe seit 4 Monaten Liebeskummer. Es ist nichtmal am schlimmsten, grade. Dave, der jetzt in Birmingham wohnt, zieht mit Katie zusammen, und mein Hass ist zum Großteil wahrgewordene weise Voraussicht. Du bist so ein Arsch. Ausdruckslos. Ich liebe dich. Garnicht, nie, auch nicht, als du es gesagt hast und ich dachte, es ist auch für mich wahr. Ich habe den Gedanken geliebt, dass du der Hausbesetzer bist, auf den ich gewartet habe. Du, Band, Kritische Theorie, Vegetarier, Kinder, Haus, Drogen auf einem Konzert nehmen, im Gras liegen, ficken und träumen. Das war Zuneigung aufgrund von Sperma in meiner Pussy, das war 4 Monate Liebeskummer, weil ich einen Lebensmittelpunkt gebraucht habe und Drama. Ein bisschen verliebt war ich, als ich heute dein Gesicht gesehen habe (verdammt, du bist mein Typ. Tobis Schuld. Du bist Tobi in blond. Ihn anzuschreiben schien ungefährlich. Ich habe nichtmal 20 Sekunden geheult.), du hast Meikes Titten gesehen und Lauras Arsch fast. Seit ich hier wohne, mit ihnen, mit Meike, Laura, Christof, Gregor, in Göttingen, verdammt, ist nichts anders und alles. Ich dachte, erwachsen werden wäre schwieriger. Ich vermisse "zu Hause" nicht so sehr, wie ich dachte. Ich bin hier. ICH bin mein zu Hause. Ich beginne, das zu verstehen.
Letztes Wochenende habe ich gelernt, meinen Namen zu tanzen und habe mit Frank vor Lauras und Kens Augen gefickt. Wieder so ein Tobi. Naja. Irgendwann muss man ja sozialisiert werden, auch mit Hinblick auf Aussehen. Bärige Emos, jippieh-ja-yeah! Mit Vorliebe für harten Sex und kuscheln. Passt, darf so bleiben.
Einiges darf so bleiben. Ich wünschte, es hätte funktioniert. Ich wusste es immer, dass du reif bist wie ein 15-jähriger, dass Adorno die Zeit gefressen hat dafür, dass du lernst, deine Gefühle einzuordnen. Ich würde dich von der Stelle weg heiraten. Habe ich heute Mittag gesagt und es stimmt immer noch. Mit weißem Pferd und allem Kitschkatsch. Aber jetzt weiss ich, dass es nicht vernünftig ist. Im Gegensatz zu Peter Singer zieht der Spast (ja, endlich kann ich ungegendert und politisch inkorrekt reden, Ficker!) Kant den Unterschied zwischen Mensch und Tier bei der Vernunftbegabung. Du bist feige und viel zu elitär. Adorno - Theorie ist Praxis. Du hast nur Angst. Ich stehe auf dich. (I make you miserable - you stick with me although you know I'm gonna ruin your life)

Zuneigung ist kritiklos, Liebe wahllos. Sperma in Muschis, ich wiederhole mich, aber das ist die Essenz. 4 Monate. Jacobsonorgan, Zufall. Ich liebe dich, weil ich dich kennengelernt habe. Nein: Ich liebe dich, weil ich es brauche, dich zu lieben. Warmer Sommertag, du steigst aus dem Auto aus, ich frage mich, ob meine Hose zu kurz ist und meine Schenkel zu dick aussehen, ich denke: Oh!, mein Atem hält an, du küsst mich, du fickst mich in den Arsch, ich träume von dir, ich denke an dich, in einem walisischen Bauernhaus, im Hare-Krishna-Gottesdienst, in meiner ersten Studienwoche. Ich denke: Ich will das. Dich. Ich liebe dich.
Bald wird es sicher schneien. Kein Zug nach Herrenberg. Du wohnst in Birmingham. Ich bin hier, ich bin allein, ich will leben und lernen, dass das in Ordnung ist. And all I''m left with is noise. Musik ist alles, auch, wenn das alles ist.
MusikDrogenAlkoholFicken. Noch nie hat etwas besser gegen Liebeskummer geholfen. Ich vermisse deine Idealisierung schon ein wenig. Fuck. Zwangsheirat, Monogamie, mittelalterliche Sexualmoral - die Fiktion von echter Liebe, die Einbildung von für immer. Das wäre schön.

14.11.13 02:14
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen





Gratis bloggen bei
myblog.de


DIE TAGE WERDEN ENGER.

Durch einen Riss am Himmel
sieht sie wie die Zeit vergeht.
Sieht das Chaos, sieht die Sterne
und wie schnell die Welt sich dreht.

Ein Leben wartet irgendwo da draußen auf sie
eines, das all die Mühen lohnt.
Sie sagt, sie sucht es morgen
und manchmal glaubt sie, was sie sagt.

Die Tage werden enger, die Wege länger.
Es wird nichts mehr kommen,
ihr Abstieg hat begonnen.
Sie sieht nicht mehr hin.


Den Kopf voll Todesphantasien.
Der Wunsch zu fliehen lässt sie nicht los.
Die Angst ist groß, nichts kann sie retten.
Ein Berg Tabletten bringt sie durch den Tag.


Ihre Wut und die Nächte sind
ein Labyrinth aus Dornen und Blut.
Stummer Schrei, frische Klingen, der Drang zu springen - endlich aus und vorbei.

Sie träumt sich frei.
Sie stolpert voran,
so schnell wie sie kann
doch alles rast an ihr vorbei.